Kuenstlergruppe „Euro Latin Progression“

Die Künstlergruppe „Euro Latin Progression“ um den Komponisten, Pianisten und Wissenschaftler Sebastian Schunke besteht aus einzigartigen Künstlerpersönlichkeiten, die den von Schunke kreierten Stil des „Euro-Latin“ Jazz seit dem Jahr 2002 entscheidend mit geprägt und entwickelt haben. Es handelt sich um eine Gruppe, die im ständigen Austausch ist und in unterschiedlicher Weise mit Schunke seine Musikästhetik fortentwickeln. Nach den Anfangsjahren in New York mit Musikern wie Antonio Sanchez, John Benitez, Dafnis Prieto, Yosvany Terry oder sogar Paquito de Rivera, kam die intensive Zeit mit dem Cuban Quartet mit Felipe Cabrera, Lukmil Perez, Mario Morejon Hernandez „El Indio“ und dem Venezuelaner Nene Vasquez. Seit 2008 besteht die Künstlergruppe vorwiegend aus in Berlin lebenden Protagonisten der Avantgarde Szene und der Modernen Latin Jazz Szene: die Musikästhetik des modernen Europa trifft auf die kulturellen Wurzeln Lateinamerikas – der „Forth Stream“ –  eine „Art in Progress“ based in Berlin: ein interkulturelles transformatives Projekt!

Sebastian Schunke – piano, keyboards

Diego Pinera – drums, drum pad, percussion

Benjamin Weidekamp – bassclarinet, electronics

Robby Geerken – percussion, traditioneller Gesang

Dan Freeman – sounds, vocals, Saxophones

Marcel Krömker – bass

 

Zentrales Projekt der Künstlergruppe ist die Fortentwicklung des von Schunke weltweit anerkannten initiierten Euro-Latin bzw. dem „Fourth Stream“ durch die CD-Produktionen wie Symbiosis (2002), „Mouvement“ (2004), „Vida Pura“ (2007), „Back to New York“ (2008), „Life and Death“ (2010), „Genesis. Mystery and Magic“ (2014) und „Elusive Beauty“ (2017) mit anschließenden Tourneen weltweit bis dato u.a. 10 mal in China, 10 mal Lateinamerika (u.a. Kolumbien, Mexiko, Venezuela, Peru, Guatemala), Europa u.a. für verschiedene Goethe-Institute und Botschaften, berühmte Konzertsäle wie die Xinghai Concert Hall Guangzhou oder der Sendesaal Bremen oder auf wichtigen Festivals wie dem international LatinJazz Festival in Havana, oder dem International Jazzfestival von Shanghai:

„Was hier geschieht, ist die unwahrscheinliche Symbiose vermeintlicher Gegensätze. Aus der mathematischen Präzision des avancierten Latin-Jazz, der Leidenschaft der lateinamerikanischen Volkskultur und des auf Schönberg und Webern zurückgreifenden Harmonieverständnisses der europäischen Moderne entsteht etwas Neues. Gewissermaßen eine Weiterentwicklung der von Gunther Schuller begründeten „Third Stream“-Bewegung, die in Schunkes „Fourth Stream“ die Vermengung von Jazz und Klassik um eine Latin-Komponente erweitert. …Und wird Zeuge der Geburt einer eigenen Klang- und Kompositionssprache, die für den Latin-Jazz so etwas werden könnte wie Ornette Colemans revolutionäre Musikphilosophie für den in Formelhaftigkeit erstarrten Hardbop der späten 1950er Jahre. Kurz: Seinem Ruf als kühner Innovator wird Sebastian Schunke … aufs Schönste gerecht.“ Josef Engels (Welt, Jazzthetik, Rondo)